Fachnachmittag „Praxis der Suchtmedizin“

Sonderveranstaltung des Arbeitskreises Suchtmedizin im Rahmen der Hamburger Suchttherapietage 2019

Mittwoch 12.06.2019, 14.30 - 18.00 Uhr


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchte ich Sie recht herzlich einladen zu unserer Sonderveranstaltung des Arbeitskreises Suchtmedizin im Rahmen der Hamburger Suchttherapietage 2019, mit der sich der Arbeitskreis neben bereits in der Suchtbehandlung tätigen insbesondere auch an interessierte hausärztliche Kollegen sowie Kollegen in der Weiterbildung wendet.

Die Abhängigkeitserkrankung ist nach der Depression die zweithäufigste psychiatrische Diagnose, die Opioidabhängigkeit dabei ihre schwerste Form. Unbehandelt ist die Mortalität vergleichbar der maligner Erkrankungen, aber auch in OST (Opioid Substitution Treatment) sind auf Grund der Komplexität des Krankheitsgeschehens weitergehende individualisierte Behandlungskonzepte gefragt, um dem Ziel psychischer und physischer Gesundheit sowie sozialer Teilhabe näher zu kommen.

Vor dem Hintergrund hohen Bedarfs suchtmedizinischer Expertise in der Allgemeinpraxis bieten wir mit dieser Sonderveranstaltung des Arbeitskreises Suchtmedizin der KV und der Ärztekammer Hamburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin ein praxisbezogenes Update zu dem Thema.

Ich hoffe, Ihnen so einen fundierten Überblick über dieses gleichermaßen spannende wie komplexe Thema bieten zu können

Ihr

Herbert Görne

  

Programm:

Chair: Konrad Isernhagen, Köln

Grundlagen: Neurobiologie der Opiatabhängigkeit

Christel Lüdecke, Göttingen

Klinik: Soziale Teilhabe und Komorbiditäten langfristig substituierter Patienten

Bettina Zippel-Schulz, Berlin

Die Suchtmedizin in der ambulanten Versorgung: Anspruch und Wirklichkeit

Konrad Isernhagen, Köln;  Jochen Brack, Hamburg

Best Clinical Practice: Modernes Behandlungskonzept

Uwe Naumann, Berlin  

Für die Veranstaltung ist die Zertifizierung bei der Ärztekammer beantragt.

Einladung zum HepEvent - Aktuelle Themen und neue Strategien in der Suchtmedizin

Gehört die HepC-Therapie in die Hände der SubstitutionsmedizinerInnen?

18:00-19:30 Uhr
Hotel Scandic Emporio
Dammtorwall 19, 20355 Hamburg  

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Fortschritte in der Behandlung der chronischen Hepatitis C seit 2014 haben die Behandlung
so verändert, dass der überwiegende Teil der Patienten mit vergleichsweise überschaubaren
Nebenwirkungen und guten Erfolgschancen in der Praxis behandelt werden kann. Allerdings ist
die Behandlung nach wie vor kostenintensiv.
Die WHO hat das Ziel formuliert, die Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren. Um eine Elimination zu
erreichen, müssen nach epidemiologischen Berechnungen Neuinfektionen durch geeignete
Maßnahmen vermieden und mehr virämische Menschen durch Therapien aus den
Transmissionsketten herausgenommen werden. Außerdem ist die HepC-Infektion eine
Erkrankung, die durch Müdigkeit und Abgeschlagenheit das alltägliche Leben sehr erschwert und
das Risiko birgt, über eine Leberzirrhose ein Leberzellkarzinom zu entwickeln.
Wie sieht heute die Behandlungsrealität aus? Experten vermuten, dass ein großer Teil der
Patienten mit chronischer HepC noch nicht von dem Behandlungsangebot erreicht wird. Wir
müssen uns also die Frage stellen, ob unsere bisherigen Konzepte ausreichend sind. Muss die
Behandlung noch näher an die Patienten herangebracht und aus den hepatologischen/
infektiologischen Zentren heraus und in die substituierenden Praxen und Ambulanzen
hineingebracht werden, wie es Prof. Heiner Wedemeyer, einer der führenden Leber-Experten,
fordert? Und wie sieht die Behandlung heute aus? Ist sie außerhalb der Zentren auch beim
niedergelassenen Suchtmediziner durchführbar?
Sie sind herzlich zur Veranstaltung und ergebnisoffenen Diskussion eingeladen.
Wir freuen uns auf Sie!

Eine Zertifizierung ist bei der Hamburger Ärztekammer beantragt.

PROGRAMM

18:00 UHR Begrüßung und Einführung
Dirk Berzow und Leonie Meemken
18:10 UHR State-Of-The-Art Behandlung der HepC Infektion
Thore Lorenzen, ifi-Institut
18:25 UHR Substitution und Behandlung der HepC in der Praxis, Teil I: im Prinzip möglich!
Dirk Berzow, Praxis Eimsbüttel
18:40 UHR Substitution und Behandlung der HepC in der Praxis, Teil II: gibt es Barrieren?
Herausforderungen in der Praxis
Herbert Görne, Medizentrum Hamburg
19:00 UHR Möglichkeiten, die InXFo als online Expertenforum für Ärzte bietet
Leonie Meemken, InXFo
19:10 UHR Diskussion
Moderation: Dirk Berzow und Leonie Meemken
19:30 UHR Ende der Veranstaltung
Anschließend Imbiss mit kollegialem Austausch